Afrika in Hamburg | Hometown Glory

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Afrika in Hamburg

Sonntag. Gestern haben wir die erste Hometown Glory Tour mit dem Thema Afrika in Hamburg begonnen. In der Hansestadt Hamburg leben viele Migranten aus Afrika. Hier gibt es mittlerweile 50 – 60 afrikanische Gemeinden, die zumeist von Migranten aus Ghana gegründet wurden.

Unser Tour starteten wir beim gemeinsamen Kochen des südafrikanischen Gerichts Bobotie mit CousCous-Salat. Nachdem festgestellt wurde, dass Spüli in der Spülmaschine nicht immer gut ist (Schaumbadparty) und beim heißen Wetter die ersten halbnackten Köche durch die Küche eilten, entspannten wir beim gemütlichen Essen im Garten. Erstes Learning für mich an diesem Tag: immer viel mehr Kochen, bei so leckeren Gerichten ;) Aufgrund der großen Nachfrage hier auch nochmal der Link zum Rezept.

Dann ging es weiter (mit den Öffentlichen oder per Rad) zum 49. Internationalen Gottesdienst der Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde. Der Gottesdienst (in deutsch & englisch) bietet viele Möglichkeiten direkten Kontakt zu anderen Menschen und Kulturen aufzubauen. So begrüßen sich tatsächlich alle Besucher der Kirche persönlich. Was bei über 100 Gästen, die wir gestern waren, etwas dauern kann. In kleinen Diskussionsgruppen wird das Thema des Tages besprochen. Dabei erfährt man schnell mehr über die anderen Gäste und ihre Geschichte. So lernte ich gestern eine Mutter kennen, deren Tochter ihren Vater erst in 1-2 Jahren in Deutschland sehen wird. Natürlich wird beim Gospelgottesdienst gemeinsam mit der Hausband und den Gospelchören gesungen und getanzt. Die entspannte Stimmung lädt auch viele Eltern ein, deren Kinder durch die Kirche tobten. Gast-Redner bringen immer neue Impulse. Wie ich beim letzten Gottesdienst erfuhr kommen mittlerweile viele Missionare aus Afrika nach Hamburg, um uns von ihren Ansichten zu erzählen. Zeiten ändern sich. Interessant ist es auch, wenn aus aktuellen sozialen Projekten der Gemeinde erzählt wird.

So hatte ich im Gottesdienst von der Besuchergruppe für Abschiebungshäftlinge erfahren. Abschiebungshäftlinge sind dringend angewiesen auf Kontakte nach außen. Oftmals wissen sie gar nicht, was ihnen vorgeworfen wird, warum sie im Gefängnis sitzen und was weiter mit ihnen geschehen wird. Eigenständig Kontakt zu Freunden, Verwandten oder Rechtsanwälten aufzunehmen wird ihnen durch die Rahmenbedingungen der Haftanstalt erheblich erschwert bzw. ist aus finanziellen Gründen oftmals nicht möglich. Einmal im Monat besucht eine ehrenamtliche Besuchergruppe, mit einer erfahrenen Begleitung, die Abschiebungshäftlinge. Mit dem Ziel Kontakt nach außen herzustellen, mit den Menschen zu sprechen und ihnen bei der Regelung ihrer Angelegenheiten zu helfen

Die Besuchergruppe ist leider kleiner geworden und es werden zusätzliche ehrenamtliche Helfer gesucht!

Mehr Informationen im Flyer und bei Frau Gisela Nuguid (Tel: 040 – 519 000 888, g.nuguid@kirche-hamburg-ost.de)

Mehr Informationen zum Gottesdienst und die nächsten Termine findet ihr unter www.stgeorg-borgfelde.de. Im August wird es dort einen Gospel-Workshop geben. Mehr dazu im Flyer.

Und wie konnte dieser afrikanische Tag anders enden, als bei dem großen WM-Fußballfinale in Südafrika in einer kleinen gemütlichen Runde. Ein schöner Tag.

Weitere Informationen:
Im Haus der Gastfreundschaft lebt eine christliche Lebensgemeinschaft gemeinsam mit Flüchtlingen www.brot-und-rosen.de

2 comments

  1. Hallo Anne, danke für den Beitrag. Da bekommt man direkt Lust, mal in die Kirche zu gehen. 100(!) Besucher begrüßen sich persönlich… sehr sympathisch

  2. Ja, kann ich Dir sehr empfehlen. Ich aktualisiere den Artikel auch nächste Woche noch mit dem Gospel-Workshop Flyer. Wenn wieder Zeit ist ;)

    Von über 100 Leuten mit einem lächeln begrüßt zu werden, macht schon echt gute Laune.

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