Ich komm gerade aus der Bahn. Neben mir saßen zwei angetrunkene Penner, die sich immer lauter in rechte Parolen steigerten. Das einzige was ich sie gebeten habe, ist, ob sie leiser sein könnten. Worauf sich sofort die Rollen der beiden zeigten. Der Krawallmacher wurde lauter (aber nicht bedrohlich), sein bester Freund ging sofort in die Beruhigungsmaßnahmen über. Aber sie wurden ruhiger. Und wären es wohl auch geblieben. Wäre da nicht das “couragierte” Pärchen gewesen, das mich nun “unterstützen” wollte. Mit provokativen und beleidigenden Sprüchen. Der beste Freund konnte seinen Krawallmacher zum Glück noch nach draußen bringen. Aber das Ganze endete mit einer zerschmissenen Bierflasche am Fenster, und damit mit einem Polizeieinsatz.
Zivilcourage bei Auseinandersetzungen bedeutet Deeskalition, Krawall und Streit zu verhindern, und andere zu schützen. Wenn ich sehe, wie so manche “couragierte” Menschen handeln, ärgere ich mich. Wir brauchen Rebekkas Zivilcourage-Kurse als Pflichtfach oder sonstwas. Wie kann man nur denken mit Provokation etwas zu verbessern? Idioten.


Naja, ganz unterdrücken lassen sich Konflikte auch nicht, irgendwann muss man Paroli bieten und dem “Gegner” den Schneid abkaufen. Hetzen geht natürlich gar nicht, man kann sich aber dazustellen und “Nein!” sagen. Wenn der “Gegner” Vernunftgründen Einzelner nicht zugänglich ist, muss es eben eine Übermacht versuchen.
Euer Konzept, alles zum Thema Zivilcourage & Co. zu bündeln, finde ich ziemlich vielversprechend.