11
Nov 12

Ein Tag am Strand mit Deepwave

Am letzten Wochenende fand die Hometown Glory Tour mit Deepwave statt.

Ein Strandtag mitten im November? Ja, genauso stand auf dem Tourenplan von Hometown Glory. Auch wenn das für viele vielleicht zunächst abwegig und ungewöhnlich klingen mag, haben sich 14 unerschrockene Abenteurer am 10. November an der Elbe getroffen, um in Kooperation mit Deepwave den Elbstrand in Övelgönne von Plastikmüll zu befreien.

Los ging es für alle um 12:30 Uhr bei einem Kaffee und einer kurzen Vorstellungsrunde. Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Ecken und mit unterschiedlicher Motivation, aber alle hatten das Ziel, an diesem Tag etwas Nützliches zu tun, Erfahrungen zu sammeln und Neues zu lernen. Zu Lernen gab es wirklich viel, das wurde schnell klar als Onno Groß, der erste Vorsitzende und Gründer des Vereins Deepwave, uns einen kurzen Einblick in die Thematik gab: Plastikmüll in unseren Gewässern, Meeren und Ozeanen. Viele Tonnen neuer Plastikmüll kommen jährlich hinzu! Eine unvorstellbare Menge, die sich dann als riesiger Plastikmüllteppich im Weltmeer ausbreitet. Plastik ist mit einer Lebensdauer von 400 Jahren nahezu unverwüstlich und landet somit irgendwann in kleinsten Teilen wieder an unseren Stränden – und so auch am Elbstrand in Hamburg-Övelgönne. Dass man dagegen zusammen etwas unternehmen muss, leuchtete allen Teilnehmern sofort ein und so bewaffneten sich alle schnell mit Handschuhen und Müllsäcken und los ging es in Richtung Hafenfähre, die die Gruppe nach Övelgönne bringen sollte. Dort angekommen, gab es noch ein schnelles Gruppenfoto und eine kurze Einweisung von Onno und schon machten sich alle hoch motiviert daran den Strandabschnitt zu säubern.

Wer anfangs noch dachte, dass mitten in Hamburg wohl nicht viel Müll „zu holen“ sei, lernte bereits auf den ersten Metern, dass neben unzähligen Zigarettenkippen, Eislöffeln und Plastiktüten, die von den Strandbesuchern achtlos zurückgelassen wurden, tatsächlich besonders viel Müll von der Elbe an Land gespült wird: Styropor- und Schaumstoffteile in allen Größen und Variationen füllten somit schnell unsere Müllsäcke, während wir zwischen den Steinen und Strand umherkletterten und das anliegende Gebüsch durchkämmten. Zu den Highlights des Tages zählten eine Isomatte, die aus dem Wasser gefischt wurde, ein Spielzeugauto und eine Flexscheibe aus Metall. Das hätte so keiner erwartet!

Nach rund 1,5 Stunden trafen sich alle Teilnehmer mit vollen Müllsäcken an der Strandperle, um sich bei heißer Suppe und Tee aufzuwärmen und das gemeinsame Erlebnis Revue passieren zu lassen. Das Feedback war eindeutig: Alle waren glücklich und zufrieden, hatten spannende Bekanntschaften gemacht und das gute Gefühl gewonnen, selber einen wichtigen Beitrag gegen den Plastikmüll am Elbstrand geleistet zu haben. Eine rundum gelungene Aktion, die auch bei den anderen Strandbesuchern nicht unbemerkt geblieben ist und für viel Interesse und Aufmerksamkeit gesorgt hat. Somit konnte Hometown Glory mit der Strand-Tour im November die Meeresschutzorganisation Deepwave dabei unterstützen, mehr Bewusstsein und mehr Verantwortung für dieses wichtige Thema zu wecken. Vielen Dank an Deepwave und an unsere Teilnehmer für diesen tollen Tag!

Kurzinfo zu der Initiative:

Deepwave Website
Die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e. V. hat das Ziel zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem der Hoch- und Tiefsee beizutragen. Zum Beispiel durch eines von vielen Projekten: den Strandmülltag, denn der Müll auf und in den Meeren ist eines der dringendsten Probleme der Welt. Jedes Jahr kosten die entsorgten Überbleibsel Tausenden von Organismen das Leben, indem sie daran ersticken oder darin verwickelt werden. Am Strandmülltag soll dem mit vereinten Kräften entgegen getreten werden.

Wir danken dem Orga-Team dieser Tour:

Anna
Coach
Sabine
Koordinatorin
Eli
Kommunikator

Text: Nele&Kim
Bilder: Anne


1
Okt 12

Hamburger Initiative Hometown Glory im Finale des Deutschen Engagementpreises 2012 – jetzt abstimmen

Hometown Glory hat eine Chance auf den mit 10 000 Euro dotierten Publikumspreis / Online-Abstimmung bis zum 1. November 2012 auf
http://www.deutscher-engagementpreis.de/nc/online-voting/abstimmen/projekt-detail-ansicht.html?project=24

[Hamburg, 01.10.2012]. Hometown Glory steht als einer von zehn Finalisten für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2012 zur Wahl. Eine Fachjury wählte die Hamburger Initiative unter mehr als 1200 Wettbewerbseinreichungen aus. Ab sofort können alle Bürgerinnen und Bürger auf www.deutscher-engagementpreis.de über den Publikumspreis abstimmen.

Die junge Initiative Hometown Glory bietet sozialen Abenteuerurlaub, bei dem die Teilnehmer die Stadt Hamburg in ihrer Vielfalt kennenlernen, indem sie für einen Tag soziale Projekte unterstützen. „Als Abenteuergruppe packen wir an einem Tourentag tatkräftig mit an und lösen aktiv Herausforderungen“, so Anne Wangrin die Gründerin. Hometown Glory hat bereits etwa zwanzig Abenteuer umgesetzt, u. a. den Ausbau eines urbanen Permakulturgartens, ein Frühstück mit dem Obdachlosenmagazin Hinz und Kunzt oder das Basteln von Trostboxen für trauernde Eltern mit der Initiative Balduins Box. Im November startet die nächste Tour zur Unterstützung des Vereins Deepwave mit einem Strandmüllsammeltag.

Der Publikumspreis ist mit 10 000 Euro dotiert. Ein Gewinn würde es den ehrenamtlich Engagierten bei Hometowon Glory ermöglichen, in Zukunft noch mehr Initiativen zu unterstützen und vielen Abenteuerurlaubern eine neue, soziale Perspektive auf ihre Stadt zu zeigen!

Der Deutsche Engagementpreis macht freiwilliges Engagement in Deutschland sichtbarer und verhilft ihm zu mehr Anerkennung. Seit 2009 wird die Auszeichnung jährlich in den Kategorien Gemeinnütziger Dritter Sektor, Politik & Verwaltung, Einzelperson und Wirtschaft verliehen. Schwerpunktkategorie des Jahres 2012 ist das Engagement vor Ort. Die Jury des Deutschen Engagementpreises wählt die Gewinner der fünf Kategorien und entscheidet über die Finalisten für den Publikumspreis. Prominente und Experten zeichnen die Gewinner im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 5. Dezember 2012 in Berlin aus.

Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss großer Dachverbände und unabhängiger Organisationen des Dritten Sektors sowie von Experten und Wissenschaftlern. Förderer des Deutschen Engagementpreises sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali Zukunftsfonds. Der Generali Zukunftsfonds unterstützt bundesweit Projekte mit dem Schwerpunkt „Förderung des Engagements von und für die Generation 55 plus“.

Pressemitteilung als pdf


21
Jul 12

Engagierte Hamburger: Linda

In unserer Reihe “Engagierte Hamburger” stellen Ehrenamtler ihre Arbeit und Initiative vor. Entdeckt mit Ihnen die Vielfalt und Solidarität Hamburgs.

Heute mit Linda und Heldenrat:

Engagiert war ich schon so lange ich mich erinnern kann. Als dann ein Umzug nach Hamburg anstand, habe ich Heldenrat entdeckt und sofort gedacht: hier möchte ich meine Erfahrungen weitergeben und kann dabei meine Moderations- und Organisationsentwicklungskenntnisse erweitern. Und dann wurde ich sehr herzlich in das Heldenrat Team aufgenommen.

Der Heldenrat – Beratung für soziale Bewegungen e.V. ist (noch) ein sehr kleiner Verein. Aber darum können wir uns alle unserer Kernaufgabe widmen: Helden beraten. Wir unterstützen seit 2005 ehrenamtlich und kostenlos soziale Initiativen in der Region Hamburg.

Dabei beruht unser Engagement auf vier Säulen. Wir beraten, geben Vorträge und Workshops, fördern die Entwicklung gesellschaftlichen Engagements und beschäftigen uns mit wissenschaftlicher Begleitforschung zu gesellschaftlichem Engagement, Social Entrepreneurship und Management in sozialen Organisationen. Die behutsame Professionalisierung sozialer Initiativen sehen wir als Weg, deren Überleben und Wirksamkeit dauerhaft zu sichern. Erkenntnisse aus Forschung und Praxis helfen uns dabei.

Was die Aufgabenverteilung angeht, herrscht sozusagen Basisdemokratie. Wenn wir eine Anfrage bekommen entscheiden wir danach ob sich ein Tandem findet, das Zeit und Lust hat und ob wir die Anfrage in einem absehbaren Zeitrahmen annehmen können.

Darüber hinaus gibt es eine Organisationsstruktur für übergreifende Aufgaben wie Marketing. Es finden sich ad-hoc Teams für die Entwicklung neuer Angebote und wir haben ein Visionsteam. Dabei sind wir bestrebt selbst professioneller zu werden und probieren auch immer wieder neue Ideen aus. Wir wollen nach innen leben, was wir nach außen verbreiten.

Die Arbeit beim Heldenrat reizt mich, weil ich mit tollen, engagierten, idealistischen Weltverbesserern zu tun habe! Ich habe das Gefühl, dass ich gebraucht oder zumindest nachgefragt werde. Wichtig dabei ist mir, dass wir unsere Aufgabe durchdacht angehen und uns immer wieder Zeit nehmen, das was wir tun kritisch zu reflektieren und uns weiter entwickeln.

Werden neue Mitmacher gesucht und wie können sie einsteigen?

Wir nehmen jederzeit in begrenztem Umfang neue Heldenberater auf. Bei Interesse, einfach unter info@heldenrat.org melden und einen Kennenlerntermin ausmachen.


16
Jul 12

Malen und basteln für Balduins Box

Am letzten Wochenende fand die Hometown Glory Tour mit Balduins Box statt.

(Noch mehr Fotos gibt es auf unserer Facebook Seite!)

Balduins Box unterstützt Eltern, die ihr Kind verloren haben mit einer Trostbox. Diese Trostboxen beinhalten unter anderem Karten mit Sprüchen, eine kleine elektrische Kerze und eine Broschüre mit Liedern und Gedichten, welche den Eltern im Krankenhaus überreicht wird, um den Trauerprozess des Abschiednehmens zu begleiten.

Die Gründerin, Daniela Becker, entwickelte diese Idee vor ungefähr vier Jahren nachdem sie selbst ihr Kind verloren hatte, den kleinen Balduin. Die Tatsache, dass sie und ihre Familie in dieser schlimmen Situation des Wartens und der Hilflosigkeit keine wirkliche Möglichkeit hatten den Abschiedsprozess im Krankenhaus zu gestalten, machte ihr deutlich wie wichtig dies für alle Beteiligten in solchen Situationen ist, um den Trauerprozess schon in dieser Phase beginnen zu können.

Diesen Samstag, am 14.7, trafen sich die Hometown Glory Tour Teilnehmer, um diese Boxen für Krankenhäuser zu bemalen. Zunächst machten wir eine kleine kreative Lockerungsübung. Hanna, Hometown Glory Coach, gab den Teilnehmern die Aufgabe ihr Lieblingstier, eine Figur aus einer Geschichte oder einem Märchen zu malen, um Ideen zu entwickeln, was sie im Laufe des Nachmittags auf ihre Boxen malen können. Im Anschluss stellte Daniela den Verein Balduins Box vor und gab weitere Tipps, wie und mit was man die Boxen gestalten kann.

Danach ging die Malerei los. Die Teilnehmer waren sehr kreativ und bemalten und beklebten über zwei Stunden die Deckel der Boxen mit Regenbögen, Blumen, Engel, Herzen, Sterne und anderen tollen Motiven. Trotz des doch ernsten Themas, war es eine lockere Atmosphäre mit vielen interessanten und witzigen Gesprächen. Wir bemalten fast 50 Boxen. Es hat super viel Spaß gemacht und am Ende waren sich alle einig, dass sie noch Stunden hätten weiter malen können.

Im Namen von Balduins Box und Hometown Glory noch mal vielen Dank an alle Teilnehmer, die Balduins Box mit ihrer Teilname an der Tour unterstützt haben! Es wird sicherlich nicht die letzte Tour mit dieser Initiative gewesen sein!

Wie kann man Balduins Box noch unterstützen?

Das Team von Balduins Box kann, neben dem Bemalen von Boxen, Unterstützung gebrauchen bei der generellen Kommunikation mit Krankenhäusern und dem Kontaktaufbau mit Schulen. Ziel ist es nämlich dieses Thema im Schulunterricht aufzunehmen und die Boxen zukünftig auch von Schülern bemalen zu lassen. Bei Interesse den Verein zu unterstützen, am Besten mit Balduins Box direkt Kontakt aufnehmen.


Wir danken dem Orga-Team dieser Tour:

Hanna
Coach
Anne
Koordinatorin
Maret
Kommunikator

Text & Bilder: Maret Voss, Social Up


19
Jun 12

Engagierte Hamburger: Conny

In unserer Reihe “Engagierte Hamburger” stellen Ehrenamtler ihre Arbeit und Initiative vor. Entdeckt mit Ihnen die Vielfalt und Solidarität Hamburgs.
Heute mit Conny und Dialog in Deutsch:

Seit etwas über einem Jahr engagiere ich mich jetzt schon mit großer Freude für das Projekt „Dialog in Deutsch“ der Bücherhallen Hamburg. Als ich damals nach einem zu mir passenden ehrenamtlichen Engagement gesucht habe, war es mir wichtig, etwas Buntes, Abwechslungsreiches zu machen, in dem der Mensch im Mittelpunkt der Tätigkeit steht. Mit Dialog in Deutsch, habe ich genau so etwas gefunden.

Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter dem Namen „Dialog in Deutsch“ oder kurz „DiD“?
„Dialog in Deutsch“ sind in allen Hamburger Bücherhallen stattfindende Gesprächsgruppen in deutscher Sprache, die sich an erwachsene Menschen mit Migrationshintergrund richten. Dabei treffen sich Teilnehmer verschiedenster Herkunft, um ihr Deutsch anzuwenden und zu verbessern. Die Gruppen sind offen, kosten nichts und treffen sich jeweils ein Mal in der Woche in den Stadtteilbücherhallen sowie täglich in der Zentralbibliothek am Hühnerposten.

Da wir bis auf zwei Einschränkungen (Religion und Politik) die Themen gemeinsam mit den Teilnehmern frei wählen, und außerdem immer wieder neue Teilnehmer hinzukommen und alte gehen, bleibt das Ganze interessant und dynamisch. Während wir manchmal über aktuelle Geschehnisse, Erlebnisse der vergangenen Woche, Kulturelles oder Sprachliches reden, machen wir ein anderes Mal ein Rollenspiel oder sprechen über ein Kochrezept, Zeitungsartikel oder sogar ein Gedicht. Denkbar ist hier vieles. Und das Beste an allem ist die Tatsache, dass es einfach unglaublich viel Spaß macht. So viel über andere Länder, Sprachen und Bräuche habe ich in so kurzer Zeit seit meinem Studium nicht mehr gelernt. Es ist einfach unglaublich was für ein Reichtum an Wissen, Erfahrungen und Kulturen da jede Woche an einem Tisch zusammen kommt. Und nicht nur das: Auch über typisch deutsche Werte wie Pünktlichkeit und Ordnungsliebe wird gesprochen, was mitunter für viel Heiterkeit sorgt.

Als ehrenamtlicher Mitarbeiter kann man sich in den drei großen Bereichen „Gruppenleitung”, „Kinderbetreuung“ und „Mitarbeit im Team Büro“ engagieren. Während die GruppenleiterInnen für die Moderation und Leitung ihrer jeweiligen Gruppe zuständig sind und sich die Kinderbetreuerinnen parallel zu den Gruppen um die Kinder der Teilnehmer kümmern, fächert sich das „Team Büro“ in mehrere Bereiche auf. So ist es z.B. möglich bei der Organisation von Veranstaltungen mitzuwirken, Standarbeit zu machen, sich um die Kooperationspartner oder Materialvorräte zu kümmern, allgemeine Bürotätigkeiten rund ums aktuelle Tagesgeschehen zu erledigen, die Öffentlichkeitsarbeit mit voran zu treiben oder sich um Pressekontakte zu kümmern. Mittlerweile ist ein buntes Team aus über 130 ehrenamtlichen Mitarbeitern entstanden, von denen ca. 1/3 selbst einen Migrationshintergrund besitzt.

Angefangen habe ich selbst mit einer Gruppenleitung in Altona. Nach einigen Monaten hatte ich jedoch Lust dazu, mich mehr einzubringen und habe beschlossen zusätzlich im „Team Büro“ mitzuarbeiten. Seit dem berate ich dort u.a. Menschen, die sich ehrenamtlich bei „DiD“ engagieren möchten, helfe dabei eine passende Einsatzmöglichkeit für sie zu finden und halte seit neuestem auch Einführungsseminare, was eine echte
Herausforderung für mich darstellt. Um fachkundig mitarbeiten zu können, bietet das Projekt allerhand Vorbereitungs-, Schulungs-, Austauschmöglichkeiten an: Nach der obligatorischen Erstberatung, auf die ein Einführungsseminar sowie einige Hospitationen folgen, kann man an kostenlosen Fortbildungen teilnehmen, die uns bei unserer ehrenamtlichen Arbeit unterstützen. Auch gibt es regelmäßige Austauschtreffen, kleine Exkursionen und – ganz neu – einen Blog. Man wird also gut vorbereitet sowie begleitet und ist ins Gesamtprojekt eingebunden, auch wenn die eigene Gruppe vielleicht an einem Bücherhallenstandort stattfindet, der von der Zentrale im Hühnerposten etwas weiter entfernt liegt.

Und wer genau engagiert sich bei „DiD“?
Genau wie die Teilnehmer, komplett unterschiedliche Menschen. Der eigene berufliche Hintergrund ist zweitrangig und man braucht auch kein Lehramt- oder Pädagogikstudium, um mitmachen zu können, da es nicht um Unterricht, sondern um die praktische Anwendung der Sprache geht. Wer gut auf andere Menschen zugehen kann und ihnen offen, tolerant, sensibel und interessiert gegenübertritt, bringt schon einige der wichtigsten Voraussetzungen mit, um bei „Dialog in Deutsch“ mitzuwirken.

Was mir neben dem Gruppengeschehen in meiner altonaer Gruppe am besten gefällt, ist die gute Atmosphäre im Team, die Möglichkeit mich durch meinen Einsatz fortzubilden und weiterzuentwickeln sowie die Tatsache, dass ich Hamburg und seine Stadtteile, obwohl ich gebürtige Hamburgerin bin, um einiges besser kennenlernen konnte. Wie reich unsere Stadt eigentlich ist, weiß ich so richtig erst seit ich bei „DiD“ mitarbeite.

Wer durch meinen Beitrag Lust bekommen hat, bei „Dialog in Deutsch“ mitzumachen, kann sich gern beim „Team Büro“ oder der Projektleitung, Frau Annja Haehling von Lanzenauer, unter 040/ 42606 333 oder per Mail DialoginDeutsch@buecherhallen.de melden.


20
Mai 12

Wie barrierefrei ist deine Stadt?

Am Samstag, 05. Mai, dem Tag der Menschen mit Behinderung, haben wir eine spannende Tour mit lieben Menschen in Harburg erlebt!

Geplant war ein Rundgang durch Harburg, um rollstuhlgerechte Orte in der „Wheelmap“ zu markieren. Die „Wheelmap“ ist ein Projekt des SOZIALHELDEN e.V., welches sich zum Ziel gesetzt hat, Aufmerksamkeit statt Mitleid zu erwecken. In einer Stadtkarte werden rollstuhlgerechten Orte, Plätze, Läden usw. eingetragen, so dass sich Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen darüber informieren können. Gern wollten wir diese Karte erweitern und waren gerade an der ersten Straße einige Cafés und Geschäfte abgegangen. Dabei stellten wir fest, dass keiner der fünf Läden eine grüne Barrierefreiheits-Ampel  von uns bekommen würde.

Und dann, wie es bei einem richtigen HOMETOWN GLORY-Abenteuer gerne passiert, kamen wir vom Weg ab, denn Marion und Astrid nahmen uns auf ihrem Weg zum Bus-Training für Rollstuhlfahrer mit.  Schön war zu erleben, dass wir auf dem Weg zum Bus-Training an einer Bäckerei vorbei kamen, bei der man als Rollstuhlfahrer nur ans Fenster klopfen muss, um von den Verkäufern nach einer Bestellung gefragt zu werden. Das fanden wir große Klasse und hier wäre ein „Wheelmap“ Aufkleber gerechtfertigt. Das nachfolgende HVV-Bus-Training wurde vom Verein BHH SOZIALKONTOR organisiert, welcher sich seit über 50 Jahren für Menschen mit Behinderungen einsetzt. Beim Straßenfest im Treffpunkt HÖLERTWIETE konnte Sabrina (Leitung des Treffpunkts) dieses Bus-Training für alle Interessierten erlebbar machen. Hier sahen Astrid und Marion (angewiesen auf Rollator bzw. Rollstuhl) zum ersten Mal die Chance, den gar nicht so leichten Einstieg in einen Bus in Ruhe und mithilfe eines HVV-Busfahrers zu üben. Interessant ist dabei, dass alle Busfahrer vom HVV eine Schulung für das Unterstützen von Behinderten erhalten.

Auch wir durften selber mit einem Rollstuhl probieren auf dem Kopfsteinpflaster zu fahren und versuchen, über die Rampe in den Bus zu fahren. Es kostete jeden von uns Überwindung und Kraft mit etwas Schwung die Rampe hochzufahren. Aber es war toll zu sehen, wie froh Astrid war, dass sie endlich zum ersten Mal alleine mit dem Rollstuhl in den Bus gelangt ist – sie will dieses Können ganz bald auch „live“ ausprobieren!

Nach intensiven Gesprächen mit Astrid und Marion, die uns viel aus ihrem Alltag mit dem Rollstuhl erzählten, und den eigenen Erfahrungen, die wir beim Probe-Rollstuhlfahren gemacht haben, liessen wir das Erlebte bei einem Lunch in der Hölertwiete Revue passieren.

In unserer Feedbackrunde kamen wir zum Fazit, dass es viele Punkte gibt, an denen noch in Sachen Barrierefreiheit gearbeitet werden muss. Es wurde vorgeschlagen, die rollstuhlgerechten Standorte zum Beispiel mit einem Aufkleber zu versehen, sozusagen als eine Art Zertifizierung. Eine Wheelmap-Tour könne durchaus auch größer aufgezogen werden, beschloss unsere Runde. Es wurde auch ein Rolly Flashmob am Rathausmarkt vorgeschlagen. Wir haben darüber hinaus besprochen, dass eine zugewiesene Hilfsperson sehr praktisch wäre, die beim Beantragen von Haushaltshilfen oder der wohnungstechnischen Optimierung behilflich sein könnten und zwar von Anfang an. Es gab auch die Idee ein Bildtelefon für Menschen mit Behinderungen zur  Verfügung zu stellen, für den Fall, dass man etwas braucht.

Fazit des HOMETOWN GLORY Abenteuers: Es muss sich einiges verändern. Nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Köpfen!

Kurzinfos zu den Initiativen:

Treffpunkt Hölertwiete Website
Inmitten des bunten Stadtteils Harburg bietet der Treffpunkt Hölertwiete einen Ort für Jung und Alt, Familien und Singles, Menschen verschiedener Herkunft, mit und ohne Behinderung. Das Angebot reicht von Freizeitangeboten wie Kochgruppen bis zu Informationsveranstaltungen über den Stadtteil oder rund ums Thema Behinderung.

Wheelmap www.wheelmap.org
Die „Wheelmap“ ist ein Projekt des SOZIALHELDEN e.V., welches sich zum Ziel gesetzt hat, Aufmerksamkeit statt Mitleid zu erwecken. In einer Stadtkarte werden rollstuhlgerechten Orte, Plätze, Läden usw. eingetragen, so dass sich Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen darüber informieren können.

Wir danken dem Orga-Team dieser Tour:

Christina
Coach
Meret
Koordinatorin

Text: Eli
Bilder: Christina


15
Apr 12

Engagierte Hamburger: Per

In unserer Reihe “Engagierte Hamburger” stellen Ehrenamtler ihre Arbeit und Initiative vor. Entdeckt mit Ihnen die Vielfalt und Solidarität Hamburgs.
Wir starten die Reihe mit Per Fritsche, der den schwulen Infoladen Hein&Fiete unterstützt:

Letztes Jahr im November bin ich nach über 13 Jahren Leben und Arbeiten in Barcelona wieder zurück in den Norden gezogen – nach Hamburg, ursprünglich komme ich aus Lübeck. In Spanien war ich neben meinem Beruf als Grafik Designer und Illustrator auch in der Freizeit bei der städtischen AIDS-Hilfe (Stop Sida) engagiert. Die Freude an solcher ehrenamtlichen Arbeit wollte ich in Hamburg auch wieder finden.

Durch Holger, einen Freund von mir, wurde ich auf Hein und Fiete, den Schwulen Infoladen Hamburgs aufmerksam. Kurz nachdem ich durch ihn bei H&F anfing, stand auch schon die Weihnachstfeier des Vereins mit dem Thema “Gay Casino” an. Was mir sofort gefiel, war, dass ich mich als noch völlig Neuer in diesem recht familiär wirkenden Kreis überhaupt nicht als Eindringling vorkam, sonder sofort herzlich aufgenommen wurde und im Nu neue Freunde gefunden hatte. Ich war also gleich an der Angel und wollte sofort einsteigen als ehrenamtlicher Mitarbeiter. Aber was genau ist eigentlich der schwule Infoladen Hein & Fiete? Und was macht man da?
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26
Mrz 12

Spielen, entdecken und unterstützen auf Persisch beim Novrouz

Hometown Glory machte es möglich in der Spielscheune der Geschichten.

Am Samstag, den 24. März 2012, begrüßten wir den Frühling in Hamburg auf persische Art: Hometown Glory bot dafür in Zusammenarbeit mit der Spielscheune der Geschichten in Hamburg-Allermöhe ein besonderes kulturelles „Abenteuer“ – das persischen Frühlingsfest. Wir unterstützen in der Spielscheune der Geschichten bei deren „Persischem Frühlingsfest, indem wir mit anpackten bei der Durchführung der verschiedenen Spiele, die an die persischen Bräuche zum Novrouz (bzw. Nowruz), dem persischen Frühlingsfest, angelehnt waren. 20-30 Kinder unterschiedlichster Kulturen waren begeistert dabei und entzündeten dabei unseren eigenen Spieltrieb, dem wir auch freien Lauf lassen konnten.

Bereits auf der Fahrt zur Spielscheune mit S-Bahn und Bus (ca. 30 Minuten vom Hauptbahnhof) stimmte uns Hanna vom Hometown Glory Team mit einem Quiz über die Kulturvielfalt in Hamburg und zu Persien bzw. den Iran auf das Event ein. Einige der Fragen findet Ihr hier: http://www.diwan-verein.de/haetten_sie_gewusst.php

Vorort begrüßte uns Ulla Moser von der Spielscheune, die bereits beim Bau der Spielscheune vor 3 ½ Jahren aktiv dabei war. Sie zeigte uns die Spielscheune mit den vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder, erzählte einige Hintergründe, was bei der Spielscheune alles so passiert und stellte uns den Ablauf des Nachmittags vor. Um 16 Uhr ging es dann los: Mit einem der wichtigsten Bräuche, nämlich über das Feuer zu springen – das Feuer war bei uns ein buntes Seil, über das die Kinder sprangen und dabei fast kein Ende fanden.

Danach gab es die erste persische Geschichte – Ulla kündigte diese in langem, blauen Gewand mit einem Gong an und dann ging es in den speziellen Saal, in dem die ganze Kinderschar Ullas Worten lauschte.

Im Anschluss bekamen die Kinder grüne Armbänder umgebunden, da es typisch ist, zu dem Fest etwas Grünes zu tragen. Und sie erfuhren etwas über den Brauch, Sprossen aus Linsen (oder Weizen) zu ziehen und diese dann zum Frühlingsfest in einen Fluss zu setzen, um damit die Sorgen oder das Böse gehen zu lassen. Weiter ging es damit, Bälle (anstelle von Steinen) über Kopf rückwärts ins Wasser (bei uns eine Kister mit blauem Tuch) zu werfen. Währenddessen versteckten die Hometown Glory Tour-Teilnehmer die sieben Köstlichkeiten, die klassischerweise den Festtagstisch (Sofreh Haft Sin) zum persischen Frühlingsfest schmücken. Statt der Köstlichkeiten selbst waren es bei uns Fotos davon, die die Kinder im Anschluss suchten und dann Platz auf einem glänzenden Tablett fanden.

Um 18 Uhr waren die Spiele mit den Kindern vorbei. Mit den Hometown-Glory Teilnehmern saßen wir zum Abschluss in netter Runde zusammen, unterhielten uns über die Erlebnisse der vergangenen Stunden und genossen dabei die verschiedenen persischen Leckereien. Es hat viel Spaß gemacht mittendrin zu sein bei all den Kindern unterschiedlichster Herkunft, zu sehen, mit wie viel Freude sie zusammen spielen und toben und ihre Neugier an Neuem, an diesem Tag am persischen Frühlingsfest, zu erleben. Das war wirklich ansteckend und so sind es auch die Geschichten des Erklimmens des Vulkans oder das Krabbeln durch ein Krokodil, welche zurückbleiben von diesem Tag. Und die Lust, das ausgelassene, fröhliche Spiel und die Neugier der Kinder auch öfter in unser Erwachsenenleben hereinzuholen. Welches Abenteuer die nächste Hometown-Glory Tour wohl für uns bereithält?

Hier erfahrt Ihr mehr über die Spielscheune der Geschichten: http://www.spielscheune-der-geschichten.de
Und am besten auch gleich eintragen für den Newsletter von Hometown-Glory, damit Ihr die nächste Tour nicht verpasst: http://hometown-glory.com/newsletter/
Oder Ihr folgt Hometown Glory auf Facebook.

Kurzinfos zur Initiative:

Spielscheune der Geschichtent http://www.spielscheune-der-geschichten.de
Wie wundervoll wäre es, wenn es einen Ort gäbe, an dem Kinder spielend verschiedene Kulturen erleben und kennenlernen könnten. Nur ein Traum? Nein, diesen Ort gibt es wirklich. Die Spielscheune der Geschichten im jüngsten Stadtteil Hamburgs, in Allermöhe, bietet Kindern Platz zum spielen, klettern und toben.


“Die Zusammenarbeit mit euch war klasse. Es hat alles sofort geklappt. Lustige Teilnehmer von eurer Seite. Wir können jederzeit wieder einen Tag zusammen arbeiten, denn ihr habt mir geholfen und ward keine zusätzliche Arbeit für mich. Ich werde Hometown Glory auf jeden Fall weiterempfehlen und auch gern Werbung für euch machen. Also, bis auf eine weitere Zusammenarbeit, auf die ich mich freue.” Ulla Moser, Spielscheune der Geschichten

Wir danken dem Orga-Team dieser Tour:

Hanna
Coach
Sabine
Koordinatorin
Hilke
Kommunikator

Text & Bilder: Sabine Siehl


25
Feb 12

Hinz&Kunzt Frühstück 18.2.2012

In Hamburg gibt es ca. 3500 wohnungslose und über 1000 obdachlose Menschen (Definitionen Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit). Seit 1993 erscheint das Straßenmagazin Hinz&Kunzt einmal im Monat und gibt diesen Menschen die Möglichkeit wieder Verantwortung für sich zu übernehmen, ihr eigenes Geld zu verdienen und so eventuell wieder ein Dach über dem Kopf zu bekommen.

Am letzten Samstag war Hometown Glory zum dritten Mal bei dem Straßenmagazin zu Gast. Die Tourteilnehmer und Hometown Glory Organisatoren haben für die Verkäufer der Zeitung ein besonderes Frühstück vorbereitet, inklusive belegter Brötchen und Obstquark.

Nach der Vorbereitung aßen wir gemeinsam mit den Obdachlosen und hatten so die Gelegenheit in entspannter Atmosphäre uns mit ihnen auszutauschen, Fragen zu stellen und interessante und teilweise unglaubliche Geschichten zu hören. Im Anschluss haben wir uns mit Isabel Schwartau, Mitarbeiterin von Hinz&Kunzt, unterhalten. Sie hat etwas über den Hintergrund und die Geschichte der Zeitung erzählt und darüber welche Regeln es für neue und bestehende Verkäufer gibt. Wir konnten all die Fragen stellen, die uns vor und auch während der Begegnung mit den Verkäufern durch den Kopf gingen, auch diese, die wir uns gegebenenfalls nicht trauten die Betroffenen direkt zu fragen.

Die Zeit war wie immer viel zu kurz und man hätte stundenlang weiter miteinander sprechen können. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es noch einige Zeit brauchen würde all das Erlebte zu verarbeiten. Es war, wie schon die Male davor, eine sehr spannende und einmalige Erfahrung und bestimmt nicht die letzte Hometown Glory Tour bei der Hinz&Kunzt.

Und noch etwas interessantes zu wissen: Es gibt einen Hinz&Kunzt Shop. Dort kann man nicht nur die Sonderhefte, u.a. zu Themen wie Literatur, Hamburger Naturkost oder Kochrezepte, kaufen, sondern auch Dinge, wie Kaffee und Espresso. Der Kaufschlager ist allerdings das Kinderbuch „Ein mittelschönes Leben“, eine Geschichte für Kinder über Obdachlosigkeit.

Kurzinfos zur Initiative:

Hinz & Kunzt http://www.hinzundkunzt.de/
Die Hinz & Kunzt vertritt in Hamburg die Interessen von Obdach- und Wohnungslosen, sowie sozial Benachteiligten bei Politikern, Behörden, Firmen und Verbänden. In Hamburg ist das monatlich erscheinende Straßenmagazin so gut wie jedem bekannt. Aber hinter den Kulissen passiert weit aus mehr als nur die Erstellung eines Magazins.


Wir danken dem Orga-Team dieser Tour:

Anne
Coach
Ariane
Koordinatorin
Maret
Kommunikator

Text & Bilder: Maret Voss, Social Up


18
Nov 11

startsocial – die Veränderung geht voran

Und auf einmal läuft alles anders. Was passiert, wenn man sich wirklich auf ein Coaching und ein Team einlässt – und seine Herangehensweise verändert (Teil 2, Teil 1 lesen):

21.10.2011 startsocial Stipendiatentag – Vernetzung & Wissensaustausch
Gerade bei Events denken Einzelkämpfer immer wieder sich zerreißen zu müssen. Eigentlich möchte man zu den Workshops, andererseits aber auch interessante Menschen kennenlernen. Und am eigenen Messestand sollte man auch stehen. Die erste Veranstaltung im Team, mit Claudia & Marion, lief für mich daher wesentlich entspannter als sonst: Beim startsocial Stipendiatentag trafen sich nach dem ersten Monat Coaching alle Stipendiaten des startsocial Wettbewerbs in Berlin. Insgesamt 250 spannende Menschen mit neuen Ideen für bürgerschaftliches Engagement. Der perfekte Moment unser neues Logo & Corporate Design in der Außenwirkung zu testen und sich mit anderen Projekten zu vernetzen. Besonders interessant waren dabei für mich das Zusammentreffen mit den Freizeithelden und ein Gespräch mit Hilke der Gründerin der Kulturloge Marburg. Sie erzählte mir, wie ihre Idee gewachsen ist und sich in andere Städte verbreitete. Und was dabei gut lief. Und was nicht.

10.11.2011 startsocial Präsentationsabend – Begeistere für Deine Idee
Neue Mitstreiter stellen zuerst einmal auch viele kritische Fragen ;) Durch das startsocial Beratungsstipendium, der Designzusammenarbeit mit Claudia und der Suche nach der Kernbotschaft für den Imagefilm mit Timo, wurde die Idee von Hometown Glory immer schärfer. Eine gute Möglichkeit die eigene Präsenz zu testen, zeigte sich beim startsocial Präsentationsabend bei McKinsey – der sehr gut verlief: Mit zwei anwesenden Initiative sind schon erste Ideen für eine Zusammenarbeit entstanden.

Und jetzt: Ein Team – Hometown Glory becomes a crowd

Am 15.Dezember ist es soweit. Wir starten die Planung für Hometown Glory 2012. Und freuen uns auf alle die dazu kommen wollen! Bei Interesse: Meldet euch gerne bei mir (Anne).

Erste kleine Treffen & Meetings gab es schon. Meine Arbeitsweise hat sich durch das startsocial Coaching geändert. Dank meinen Coaches, Marion und Albrecht! Früher hätte ich ein Konzept ausgearbeitet und umgesetzt. Aber wie ich von Marion gelernt habe: Veranstalte einen Workshop und lass andere mitmachen. Eigentlich genau das, was ich bei den Hometown Glory Touren den Initiativen immer vorschlage. …Eat your own dogfood ;)

Und langsam entsteht eine neue Beziehung zu Hometown Glory. Früher war ich mein Projekt, und mein Projekt war ich. Ich konnte arbeiten und experimentieren, wie ich lustig war. Jetzt arbeiten wir als Team für die Ziele und Erfolge, die Hometown Glory erreichen kann. Sein Projekt zu öffnen heißt neue Verbindlichkeiten zu geben und ein Stück loszulassen.

Natürlich steckt auch im Loslassen viel Arbeit. Andere Arbeit. Wenn man erstmal anfängt zu fragen, finden sich immer neue Mitstreiter. Aber wie schaffe ich es, dass die Teamarbeit nicht von mir alleine als Leader abhängt? Wie strukturiere ich Hometown Glory um, damit kein Bottleneck/Engpass bei mir entsteht? Jetzt geht es also für mich um die Fragen: Wie gelingt es alle ins Team zu integrieren? Wie funktioniert Teamkoordination & Teamkommunikation: Wie können wir aktuelle ToDos und Aufgabenzustände transparent machen? Wie können sich regelmäßige Teammeetings etablieren?

Zum Glück habe ich ein paar agile/XP Coaches gefunden, die mir hierbei bestimmt ein wenig helfen können. Und es gab auch zur Freiwilligenkoordination beim Stipendiatentag einen klasse Workshop von Daniel Hires, der erste Anstöße geben konnte: „freiwilligenmanagement im social media zeitalter“

Und der mich auch auf dieses großartige Video gebracht hat: How to start a movement

Denn es sind die ersten Mitstreiter, die die Veränderung bringen. Ich freue mich Profis dabei zu haben, und nicht mehr alles selbst mit Halbwissen “nur irgendwie” umsetzen zu können.

Wenn auch Du uns unterstützen möchtest, komme gerne zum Team dazu.