31
Mrz 11

Hometown Glory Begegnung der Kulturen – persisches Frühlingsfest

Am 26.3 trafen wir uns, um die Spielscheune der Geschichten beim persischen Frühlingsfest zu unterstützen. Nach einer freundlichen Begrüßung wurden wir direkt für das Frühlingsfest “dekoriert”: Als Symbol für den Frühling mit grünen Tüchern und rot-grün-gelb-weiße Armbändern. Ulla von der Spielscheune erzählte uns, dass Novrouz bereits das dritte Mal hier gefeiert wird. “Es werden Originalbräuche in ungefährliche Spiele gewandelt. Die meisten Ideen dazu kommen von Faten Charbetgen, die aus dem syrischen Raum stammt, und die Spielscheune als ehrenamtliche Märchenerzählerin unterstützt. Sie ist schon seit der Planung der Spielscheune mit viel Engagement dabei.”

Support gab es dann auch von den Teamern – Jugendlichen, die eigentlich zu alt für die Spielscheune sind, die aber helfen & und dann auch auf die Klettergeräte dürfen. Unsere Aufgabe bestand darin bei den Spielen helfend zur Hand zu gehen, Gegenstände zu verstecken, und Spaß zu haben ;)

Nach einer kurzen Einführung in das Programm und der Vorstellung der Spielscheune, ging es los. Ulla startete mit einer kurzen Erzählung zum Novrouz und einem Gedicht zum Mitmachen. Als erstes Spiel ging es weiter mit einer Mutprobe: Wer traut sich über das Feuer zu springen? (Das Feuer ist in diesem Fall ein Springseilspiel.) Alle Kinder meldeten sich begeistert. „In der Legende trägt Feuer eine große Bedeutung und demonstriert die Freiheit“. Nach der Mutprobe hatten die Kinder Zeit sich mit den vielen Möglichkeiten der Spielscheune zu beschäftigen. (Seit unserem letzten Besuch hat sich viel getan, es sind viele neue Geräte dazu gekommen, und ein Maler hat die Wände gestaltet. Das Spielen in der Luft, wird so zum Spielen in den Sternen.)

Und dann ertönte der Gong. Der ist den meisten schon bekannt. „Jetzt gibt es Geschichten“, hörte man es aus verschiedenen Ecken, und alle folgten Ulla in den Märchensaal. Nach spannenden Märchen, und einem Suchspiel bei dem wir typische Dinge des Novrouz finden mussten, ging es dann darum die Sorgen des Winters hinter sich zu lassen. Im Original wirft man Steine hinter sich ins Wasser. Wir warfen mit Bällen hinter uns in eine blaue Box.

Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Was auch positiv aufgefallen ist: hier darf jeder sein eigenes Essen mitbringen. Samstag wurden so die Kulturen auch auf den Tischen in Form von verschiedensten Speisen sichtbar.

Kurzinfos zur Initiative:

Spielscheune der Geschichten http://www.spielscheune-der-geschichten.de
Die Spielscheune der Geschichten ist ein wunderbarer Ort für alle Kinder, an dem Sie miteinander Spielen und Geschichten aus verschiedenen Kulturen erleben können. Sie steht in Allermöhe, dem Stadtteil mit der wahrscheinlich größten kulturellen Vielfalt Hamburgs. Hier leben Menschen aus der Türkei, Afghanistan, Polen, aus den GUS-Staaten, aus Serbien & Montenegro, dem Iran, Griechenland,… Und auch für behinderte Kinder gibt es hier eigene Angebote, wie wir bereits bei einer Tour im letzten Sommer erlebten.

7
Feb 11

Hometown Glory Begegnung: Ein Frühstück mit Hinz&Kunzt

Eine neue Aktion, eine neue Situation und viele neue Menschen. Gestern ging es weiter mit der nächsten Veranstaltung von Hometown Glory zur Vernetzung der Stadt. Dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Straßenmagazin Hinz & Kunzt.

Die Idee: Am 5. Februar 2011 bereiten wir den Hinz & Kunzt – Verkäufern eine Freude, und organisieren für sie ein schönes Frühstück. Es geht um Wertschätzung, und wir werden uns daher etwas mehr Mühe beim Dekorieren geben. Nach dem gemeinsamen Frühstück wird uns Isabel Schwartau von Hinz & Kunzt in einem Vortrag mehr über das Projekt erzählen.

Und so ging es um 9h in Altona los: Nach einem kurzen Kennenlernen und Orga, ging es zum Einkauf, und dann gemeinsam zu den Räumen von Hinz&Kunzt. Dort trafen wir dann um 10h ein, und starteten mit der Vorbereitung des Frühstücks.

Mit Isabel hatte ich mir in der Vorarbeit überlegt, dass wir als Hilfestellung einen Fragebogen an das Frühstücksteam geben. Dieser sollte den Kontakt zu den Hinz&Kunzt-Verkäufern vereinfachen. Denn genau, wie ich es vermutet hatte, blieben erstmal alle lieber in der Küche, und wussten nicht so recht, wie sie gemeinsam mit den Fremden ins Frühstück starten sollten.

Aber die Hinz&Kunzt-Verkäufer gingen offen auf uns zu, und freuten sich über das Frühstück und neue Gesichter. Mit der Zeit entstanden viele Gespräche und wir erlebten verschiedenste Reaktionen. Sabine erfuhr die komplette Lebensgeschichte von Raul, inklusive Kindheitsfotos. Und Bernds direkte Art führte zu einiger Verunsicherung: Er machte mehreren Mädels einen Heiratsantrag. „Ein Frühstück brauch ich nicht. Ich suche eine Wohnung und eine Frau.“ Gerhard, der bei der Hinz&Kunzt öfters online ist (es gibt dort zwei Computer für die Verkäufer) zeigte mir seinen Twitter-Account und seinen Blog. Von wegen offline ;)

Die Zeit verflog sehr schnell. Zu schnell, wie wir merkten. Natürlich wollten wir alle dabei sein, wenn Isabel uns mehr über Hinz&Kunzt erzählt, aber eigentlich wollten auch alle bei ihren Gesprächspartnern bleiben. Schließlich lösten wir uns, und erfuhren von Isabel (die an ihrem freien Tag extra für uns gekommen war. Danke!) mehr über die Hinz&Kunzt, die aktuelle Kampagne gegen Leerstand & Wohnungsnot: tuwasdagegen.de und Geschichten aus dem Alltag von Isabels Arbeit. Und natürlich über weitere Projekt, wie z.B. den Hinz&Kunzt Stadtrundgang: Hamburger Nebenschauplätze mit Peter und Fred. (Den ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann.)

Mich interessierten besonders die Geschichten, wie Brücken zwischen den verschiedenen Welten entstehen. Durch den Verkauf des Straßenmagazins wächst aus vielen Begegnungen mit der Zeit ein fester Kontakt. So wie bei dem Verkäufer aus der Langen Reihe, der viele Jahre einem Zahnarzt die Hinz&Kunzt verkaufte, und irgendwann von ihm ein Gebiss geschenkt bekam. Und danach von ihm zu einem gemeinsamen Urlaub eingeladen wurde.

Aber auch die Rückmeldungen aus unserem Team zum heutigen Frühstück waren spannend. Es zeigte sich, dass man sich in vielen Verkäufern und ihrem früheren Leben wiedererkennen kann. Und der Schicksalschlag, den sie erlebt hatten, jedem von uns passieren kann. Was vielleicht auch vielen Mensch Angst macht, mit ihnen ein Gespräch anzufangen, und ihr eigenes Risiko dort zu landen, zu erkennen? “Es ging einem sehr nahe diese Menschen zu treffen und zu sehen, dass sie genau sind, wie man selbst. Ich könnte hier genauso sitzen.“

Beeindruckt hat mich auch unser Gespräch bei einer kleinen Abschlussrunde in der Stadtbäckerei. Leider waren ein Teil der Frühstücks-Crew nicht mehr dabei. Einige von uns erzählten offen über eigene Schicksalsschläge, und wie man selbst auf der Straße hätte landen können. Es wurde über verschiedene Ansichten zu Leerständen und Gentrification diskutiert. Und alles auf eine schöne ehrlich direkte Art, wie man sie selten mit Menschen erlebt, die man gerade erst kennengelernt hat. Vielen Dank in diesem Sinne nochmal an alle Teilnehmer, die gestern dabei waren.

Kurzinfos zur Initiative:

Hinz & Kunzt http://www.hinzundkunzt.de/
Die Hinz & Kunzt vertritt in Hamburg die Interessen von Obdach- und Wohnungslosen, sowie sozial Benachteiligten bei Politikern, Behörden, Firmen und Verbänden. In Hamburg ist das monatlich erscheinende Straßenmagazin so gut wie jedem bekannt. Aber hinter den Kulissen passiert weit aus mehr als nur die Erstellung eines Magazins.

Meinungen zu dieser Aktion:

“Es war ein sehr harmonischer Vormittag, eine sehr persönliche+fröhliche Atmosphäre. Ich hatte das Gefühl, daß beide Seiten (Verkäufer+Hometowner) sich wirklich näher gekommen sind und sich ausgetauscht haben. Das Frühstück war liebevoll und lecker. Ihr dürft gerne wiederkommen :)” Isabel Schwartau, Hinz&Kunzt

“Hat mir gut gefallen, interessante Eindrücke, nette Kontakte.” Bernd

“Es hat mir sehr gut gefallen, die Verbindung zwischen Aktion, Kommunikation und Information war genau richtig. Es wirkte zu keiner Zeit gestellt/initiiert.” Ariane

“Tolle Aktion. Runde Sache über das Frühstück mit den H+K’s in Kontakt zu kommen und ihnen gleichzeitig etwas Gutes zu tun.” Sabine

Meine Learnings von heute:

Einigen halfen die Fragen vom Fragebogen ins Gespräch einzusteigen. Und andere hatten doch eher das Gefühl als „Touristen“ zu stören. Ein Lernprozess der für mich wichtig war, und mich über die weitere Arbeit mit Hometown Glory nachdenken lässt:


Ein Ziel von Hometown Glory ist die Vernetzung der Stadt. Wir leben fast alle in unserer eigenen kleinen Welt. Mit Freunden die unsere Ansichten teilen. Aber für eine Partizipation in der wir unsere Stadt mitgestalten, und in der Vielfalt möglich ist, ist es wichtig seinen Horizont für andere Perspektiven zu öffnen. Hometown Glory schafft erste Begegnungen mit anderen engagierten Personen. Als Gruppe begleiten wir die Aktivität einer Initiativen, und helfen. Und der Einzelne in unserem Team entdeckt vielleicht für sich einen neuen Ort, an dem er bleiben und sich engagieren möchte. Aber wie schafft man es nicht nur als Tourist zu erscheinen. Wie begegnet man dem Fremden?


3
Feb 11

Balduins Box – Trost spenden & große Gefühle begleiten

Am Samstag trafen wieder engagierte Hamburger aufeinander, um gemeinsam bei einer Hometown Glory Aktion die Stadt weiter zu entwickeln. Dieses mal halfen wir der Initiative Balduins Box weitere Boxen für ihr Pilotprojekt zu basteln.

Nach einer kurzen Begrüßung, und der Vorstellung des Veranstaltungsortes ViaCafélier, erzählte uns Daniela (eine der Gründerinnen der Initiative) ihre Geschichte. Wie sie damals ihren Sohn Balduin verloren hatte, und sie als Hilfestellung für andere Eltern in einer ähnlichen Situation zusammen mit Tina die Initiative gründete.

Die Stimmung wurde sofort etwas stiller. Und jeder fragte sich, wie man denn jetzt seine Box gestalten soll, um den Eltern Trost zu spenden. Aber darauf war Daniela vorbereitet, und erklärte, was sich in den Boxen befindet und welche Motive sich gut eignen. Und dann wurde losgelegt. Jeder wurde kreativ, und zum Schluß hatten wir alle 30 Boxen bemalt, und beendeten die Aktion bei einem gemütlichen Glühwein. Die fertigen Boxen gehen nun an das Pilotprojekt, eine Kinderklinik in Köln, die schon vor Weihnachten die ersten 6 Boxen verteilen musste, und nun Nachschub braucht.

Langfristig überlegen Daniela und Tina die Boxen von Schulen gestalten zu lassen, und freuen sich über Kontakte.

Kurzinfos zu den Initiativen:

Balduins Box http://www.balduins-box.org/
Die Initiative Balduins Box hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern und Verwandte, die ein Kind durch Krankheit oder einen Unfall verlieren, zu unterstützen. Das Projekt umfasst neben Schulungen für das Klinik- und Pflegepersonal eine Akut-Box, in der sich tröstende Texte und Gegenstände befinden, die helfen, den schweren Moment des Abschiednehmens würdig zu gestalten.

 

ViaCafélier http://www.viacafelier.de/
Das ViaCafélier als Veranstaltungsort bietet als Projekt des Nussknacker e.V. zahlreiche Möglichkeiten zur Arbeitsbelastungserprobung für Menschen mit psychischer Erkrankung. Sie sind eingebunden in Service-, Küchen- und Catering-Tätigkeiten. Das ViaCafélier schafft vielseitige Begegnungen in Hamburg-Bahrenfeld. Wir suchen zur abwechslungsreichen Gestaltung immer wieder Interessenten, die sich im ViaCafélier einbringen, z.B. in Form von Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen oder Workshops. Des Weiteren können unsere Räume für Kochkurse oder Veranstaltungen genutzt werden.

14
Dez 10

Partizipation fördern (19.NPO-Blogparade)

Die 19. NPO-Blogparade beschäftigt sich mit der Frage: “Echte Partizipation fördern – aber wie?” Ich werde dazu ein paar Erfahrungen aus meiner praktischen Arbeit beitragen. Dabei gehe ich auf die Definition der A-/B-/C-Engagierten in Stefan Zollondz Beitrag ein.

Hintergrund der aktuellen Blogparade ist der Beschluss zur nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung. Noch bis zum 17.12.2010 kann jeder von uns auf engagementzweinull.de seine Meinung zu den einzelnen Strategiepunkten äußern und so Einfluss nehmen.

Erfahrungen

Ich arbeite seit vielen Jahren am Thema Partizipation. Mir ging es dabei nie um Spenden, Petitionen, oder Online-Dialoge für globale Projekte sondern immer um das gemeinsame Umsetzen von Projekten. Dabei interessierten mich besonders Projekte in Gründung.

Zunächst versuchte ich mit der Plattform Weltretter.org, den Aktiven (A-Engagierten) Unterstützer (B-Engagierte) zur Seite zu stellen. Jeder konnte auf Weltretter.org sein Idee zum Weltverbessern präsentieren, und direkt Aufgaben stellen, bei denen er/sie Unterstützung braucht. Wie es heute bei ifwerantheworld.com oder sparked.com mit microactions möglich ist. Doch es ergaben sich erste Probleme: Aufgaben wurden nicht klar formuliert, das Matching war nicht ausgereift, und der Erstkontakt von Helfer zu Projekt passierte auch nicht von allein.

Ich forschte weiter im lokalen offline Agieren, bei der Organisation der socialbar Hamburg und des UrbanCamp 2010. Durch das gemeinsame Lösen kleiner Probleme von Initiativen entstanden erste Gespräche und Continue reading →


15
Nov 10

BarCamp Hamburg – Wissen durch Teilung

Letztes Wochenende fand das diesjährige BarCamp Hamburg statt. Bei einem BarCamp treffen sich Menschen, die in einer offenen Umgebung lernen und Wissen weitergeben möchten.

“BarCamps leben von ihren Teilnehmern. Es gibt keine Planung im Vorfeld und keine festen Redner. Sessions werden nach einer kurzen Einführungsrunde, bei der sich jeder kurz mit drei Stichworten vorstellt, abgestimmt. Diejenigen Teilnehmer die eine Session leiten möchten, stellen das Thema am Morgen kurz vor, per Aufzeigen wird die Zahl der Interessenten ermittelt und ein passender Raum zugewiesen. Es laufen immer so viele Sessions gleichzeitig wie Räume zur Verfügung stehen.” [Quelle: Franz Patzig/franztoo.de]

Als Sessiongeber kann man Themen vorstellen und eigenes Wissen weitergeben, aber auch Fragen in die Runde stellen und Experten zur Antwort bitten. Ich habe das BarCamp dieses Jahr dazu genutzt gezielt Antworten auf Probleme zu finden, die sich mir gerade stellen. Nachfolgend findet ihr die Doku meiner Sessions:

Session: Presse- und Medienarbeit für Neugründer

Ausgangsfrage von mir war bei dieser Session: “Als Neugründer hatte ich erwartet, dass die Presse meine Idee begeistert aufnimmt. Ist aber nicht so. Wie funktioniert Pressearbeit, wie sind eure Erfahrungen als Gründer. Sind Experten hier, die mir mehr Infos geben können?”

Erwartet hatte ich, dass in meiner Session viele andere Neugründer mit ihren Problemen kommen, aber es kam viel besser: An der Session nahmen außer mir hauptsächlich PR-Berater, Journalisten, Verlage und Magazine teil. Und dann entstand eine spannende Diskussion, die Pressearbeit aus allen Perspektiven beleuchtete:

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1
Nov 10

Tauschgeschäfte – erster Marktplatz der guten Geschäfte in Hamburg

Letzte Woche, am 27. Oktober, fand nach 2 Jahren Vorbereitungszeit der erste Hamburger Marktplatz der guten Geschäfte statt. Eine einfache Idee, die viel bewirken kann:

Bei einem “Speed-Dating” treffen Unternehmen auf soziale Initiativen und vereinbaren Kooperationen. Dabei darf alles getauscht werden, Arbeitskraft, fachliche Kompetenz, logistische Hilfe oder Materialspenden – nur kein Geld.

Ich traf 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Körberforum ein, rechtzeitig wie ich dachte. Aber da hatten die ersten Initiativen bereits hochmotiviert mit dem Tauschhandel angefangen. Kaum hatte ich meine Liste mit den teilnehmenden Initiativen und Unternehmen, begannen die ersten Gespräche. Und als Programmierer war ich direkt sehr beliebt ;) Zur Begrüßung sangen die Hamburger Gospel Ambassadors, und nachdem die offiziellen Reden geschwungen waren, konnte es mit dem Tauschen weitergehen. Ich (als Unternehmen Hometown Glory) konnte zwei klasse Tauschgeschäfte mit Big Brothers Big Sisters (8xArbeitskraft beim Kinderfest <-> Werbung auf der Website) und der Seemannsmission Stella Maris(Internetblog <-> Büroplatz) vereinbaren. Außerdem entstanden viele spannende neue Kontakte und lose Vereinbarungen.

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1
Nov 10

Anders essen – Veganer Brunch in Hamburg

Gestern war es soweit, ich erfreute mich am Brunch des Hamburger Veggi-Stammtisch. Morgens um 9.30 Uhr ging es für uns los mit dem Aufbau. Martina, die Organisatorin, hatte alle Hände voll zu tun und freute sich über jeden Helfer. Tische rücken. Besteck, Geschirr, Deko und den Tisch mit den Kinderbüchern aufbauen. Dann trafen langsam die ersten Leute mit ihrem Essen ein. Beim veganen Brunch bringt jeder Teilnehmer ein eigenes Gericht mit, und so entsteht jedesmal eine einzigartige Mischung.

Dabei trifft man auf Minimalisten(Obst & Gemüse pur) aber auch Gourmets (Salate, Torten, Konfekt …) und Exoten (Tamarinde, gelbe Himbeeren, und andere Dinge deren Name ich schon wieder vergessen habe). Die einzelnen Kreationen werden mit Zutaten (und farbigen Aufklebern für Zuckerfrei, Glutenfrei und Rohkost) und dem Namen des “Kochs” versehen. Da alle Teilnehmer Namensschilder tragen, werden im Laufe des Tages Rezepte getauscht und man kommt einfach ins Gespräch.

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4
Okt 10

Unter freiem Himmel – Nacht der Wohnungsnot

Einmal wollte ich dieses Jahr noch im Schlafsack am Meer aufwachen. Aber das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Und so kam mir das Sleep-Out bei schönem Wetter am 23.9.2010 als Protestaktion im Rahmen der “Nacht der Wohnungsnot” gelegen.

Nacht der Wohnungsnot Mit dieser Aktion wurde auf die miserablen Zustände bei der Unterbringung von Obdachlosen und auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Hamburg aufmerksam gemacht. Der Abend startete mit guter Musik, Programm, Feuertänzerin und Suppe am Michel. An die 500 Hamburger – Wohnungslose, Mitarbeiter von Hilfeeinrichtungen und privat Engagierte – waren dabei. Und natürlich konnte man verschiedenste Initiativen kennenlernen.

Am Mitternachtsbus erzählte mir Frank, der ganz frisch als Ehrenamtlicher dabei ist, von seinen ersten Mitternachtsbus-Erlebnissen. Als Ehrenamtlicher hilft man einmal im Monat, mit dem Bus heiße Getränke, Brote, warme Decken, Kleidung, Schlafsäcke und vorallem menschliche Wärme und Gespräche zu den Obdachlosen zu bringen. Frank freute sich über die netten Leute in seinem Team, und über die spannenden Gespräche die er bereits geführt hatte.

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22
Sep 10

Morgen & am 23.10 aktiv werden für mehr bezahlbaren Wohnraum

Recht auf Stadt und bezahlbarer Wohnraum sind weiterhin ein großes Hamburger Thema. Nicht immer erscheinen mir alle Aktionen zu diesem Thema sinnvoll. Aber bald finden zwei relevante Veranstaltungen statt, die wir unterstützen sollten:

Am 23.9 findet ein Sleep Out zur “Nacht der Wohnungsnot” am Fuße des Hamburger Michel statt.

Das “Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot” veranstaltet diesen Abend im Rahmen vom bundesweiten “Aktionstag gegen Armut und Wohnungsnot”. Wohlfahrtsverbände und Freie Träger fordern seit langem, das Angebot öffentlicher Unterbringungen für Wohnungslose auszubauen. Auch gibt es in Hamburg zu wenige kleine und preisgünstige Wohnungen für Geringverdienende. “Wir wollen auf die miserablen Zustände bei der Unterbringung von Obdachlosen und auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum aufmerksam machen”.

Am 23.9 gibt es ab 20.00 Uhr Livemusik, Suppe, Getränke und Gespräche an der Feuertonne. Und wer bleiben will, kann dann eine Nacht in Zelten oder unterm freien Himmel verbringen. Schlafsäcke und warme Decken müssen mitgebracht werden, vor Ort sind Zelte aufgebaut.

Mehr Infos im Flyer
Und bei der Diakonie

Am 23.10 startet die große Demonstration “Leerstand zu Wohnraum”.

In Hamburg stehen viele Büroflächen leer. Gleichzeitig mangelt es an bezahlbarem Wohnraum. Die Demo kritisiert daher die Wohnungspolitik der Hansestadt und fordert “Leerstand zu Wohnraum”. Treffpunkt: 13:00, Von-Melle-Park 6

Mehr Infos bei Recht auf Stadt


5
Sep 10

Aktion beim UrbanCamp: Besuch im Pavillondorf Mattkamp

Nachmittags ging es heute beim UrbanCamp mit der FreiwilligenBörse Hamburg nach Billstedt.

Nur 15min von dem Ort, wo ich aufgewachsen bin und 13 Jahre meines Lebens verbracht habe, leben 360 Menschen (wohnungslose Alleinstehende sowie Flüchtlinge vor allem aus Afghanistan und Aserbeidschan) auf der grünen Wiese am Stadtrand von Hamburg und am Rande der Gesellschaft.

Die FreiwilligenBörse Hamburg startet zur Zeit ein Angebot mit ehrenamtlichen Helfern im Pavillondorf, für das noch engagierte Hamburger gesucht werden. Zum Beispiel, um Hausaufgaben zu betreuen, Deutschkurse anzubieten, oder Bewohner zu Ämtern zu begleiten.

Zusammen mit vier weiteren UrbanCampern trafen wir im sonnendurchfluteten “Schwedendorf” ein und wussten zuerst nicht so recht, wie wir in Aktion treten können.

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